von: Daniel Hübner,
28.01.2012
WUM zieht ins Achtelfinale im Pokal ein
Nach der Schlusssirene haben sich die Trainer Vlad Hagiu und Michael Taege umarmt. Taege lächelte verdächtig zufrieden, womöglich hatte er genau das gesehen, was er erwartet hatte: nichts Außergewöhnliches also. In der zweiten Runde des deutschen Wasserballpokals ist seine SG Neukölln am Sonnabend ziemlich chancenlos ausgeschieden. Die gastgebende WU Magdeburg gewann mit 13:8 (2:0, 4:3, 5:2, 2:3) und steht damit im Achtelfinale.
WUM-Trainer Hagiu kann seiner Ersatzbank Szenen aus vergangenen Vierteln erklären, und er kann im nächsten Moment schimpfend oder lobend auf das aktuelle Geschehen reagieren. Er freute sich am Sonnabend noch über "das schöne Spiel" im ersten Viertel und monierte sogleich einen Fehlpass im vierten Viertel - womit Stärke und Schwäche der WUM in einer Partie erzählt ist. Sie beginnt großartig, im Verlauf lässt aber die Konzentration nach.
Eine gute Konstanz erfährt das Magdeburger Spiel derzeit in der Abwehr, die Neuköllner bissen sich erst an ihr und dann an Keeper Marc Böer fest. WUM hätte nach dem ersten Abschnitt (2:0) auch mit vier Toren führen können, wenn Latte und Pfosten es nicht verhindert hätten. Der Gastgeber agierte mit schönen Ballstafetten und mit Übersicht. Einigen Toren ging ein starker Pass von Tamas Kuncz oder Christopher Bott voraus. Später allerdings häuften sich die Fehlpässe, die zu Kontern führten, weshalb der Gegner noch einmal bis auf ein 10:8 im letzten Abschnitt herankam. Das wurde wiederum nicht bestraft, weil die Berliner, die beachtliche Resultate in der Bundesliga-Gruppe B bislang erzielt haben, nicht stark genug waren - oder nicht stärker sein wollten.
WUM: Böer/Schoder - Schlanstedt 1, Butikaschwili 5, Campianu 1, Papadileris, Stelzner 1, Bott 2, Kohnert 1, Richter, Kuncz 2, Haack, Wiese
Â
Der Traum vom Aufstieg ist "gar kein so großer Traum"