von: Daniel Hübner,
14.01.2012
WUM mit 11:9 - 24 Minuten läuft vieles richtig
Es gab Zeiten, als die Wasserball-Union Magdeburg (WUM) ihre Spiele im dritten Viertel verlor, als Konzentration und Geduld versenkt wurden. Das war zu Beginn dieser Serie, und alle sprachen über diesen verflixten dritten Problemabschnitt. Am Samstag war es nun der vierte Abschnitt, der bei den meisten der 320 Zuschauer in der Dynamo-Halle für Unmut gesorgt hatte. Aber wieviel WUM steckte da noch drin? Beim 11:9 (2:2, 5:1, 3:3, 1:3)-Erfolg in der Bundesliga-Gruppe B gegen Laatzen überschatteten die letzten acht Minuten einen souveränen Auftritt, der mit Tamas Kuncz den überragenden Akteur der Partie gefunden hatte.
Trainer Vlad Hagiu sagte nach dem Spiel: "Wichtig sind die zwei Punkte, das nächste Wochenende wird schwer für uns." In Esslingen am Samstag und gegen Cannstatt am Sonntag (15 Uhr) trifft Magdeburg auf die Spitzenteams der Gruppe B. Nüchtern betrachtet ist es das Wochenende der Standortbestimmung, mit der Fragen wie diese beantwortet werden: Wie sehr eingespielt ist das Team? Wieviel Disziplin steckt in ihm?
"Bis zum 11:6 war ich mit der Mannschaft zufrieden, dann haben wir unser Spiel kaputtgemacht mit vielen Fehlern", so Hagiu am Samstag. Vom 11:6 kam Laatzen auf 11:9 also heran und durfte zum Beispiel zeigen, wie schön man Konter schwimmen kann. Allerdings war der Abschluss letztlich Laatzens größtes Manko.
WUM hatte in den ersten 24 Minuten der Begegnung vieles richtig gemacht: Das Team verlor nicht die Geduld, als der Gegner konzentriert im ersten Abschnitt in der Abwehr arbeitete. Es überzeugte mit Effektivität vor dem Tor im zweiten Viertel. Und Kuncz gewann viele Bälle, vollendete mit Präzision, bediente seine Mitspieler mit zuweilen feinen Pässen. Das Gefühl, dass WUM verlieren könnte, kam selbst im letzten Viertel nie auf. Trotzdem sagte Hagiu: "Wir müssen um jeden Ball, um jedes Tor, um jeden Punkt kämpfen." Das gilt besonders für das kommende Wochenende.
WUM: Boer - Schlanstedt 1, Butikashvili 3, Richter, Papadileris, Stelzner 2, Bott, Kohnert, Dammbrück 2, Hagendorf, Haack, Kuncz 3, Schoder
Â
Der Traum vom Aufstieg ist "gar kein so großer Traum"