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Die Leistungsträger funktionieren - WUM lässt Dynamo-Halle zittern und jubeln

Fehlpass, Pfosten, gescheitert, Ballverlust, Fehlpass - Problemfall drittes Viertel: Nach den ersten fünf Angriffen der Wasserball-Union Magdeburg (WUM) in jenem Abschnitt, in dem die WUM in den vergangenen Wochen immer Schwächen zeigte, hatte die gesamte Tribüne gezittert. Denn wieder drohte der Verlust der Führung.

Aber dann war es Tamas Kuncz, der der zwischenzeitlichen Aufholjagd (vom 7:4 zum 7:6) des Gegners SGW Köln am Sonnabend ein Ende setzte und mit zwei Treffern in Folge die WUM endgültig auf die Siegerstraße warf. Bei ihrer Rückkehr in die sanierte Dynamo-Halle nach 21 Monaten gelang den Magdeburgern letztlich mit einem 11:9 (5:3, 2:2, 2:1,2:3) der zweite Saisonerfolg in der Bundesliga, Gruppe B.

So entspannt wie am Sonnabend hatte man Trainer Vlad Hagiu lange nicht mehr erlebt, obwohl sich Köln auch im letzten Viertel vom zwischenzeitlichen 11:6 auf 11:9 herangekämpft hatte, da war noch eine Minute zu spielen. Hagiu fand viele lobende Worte. Ein Beispiel: "Phasenweise war es sehr guter Wasserball." Die Torausbeute in Überzahl lag bei 50 Prozent, was eine deutliche Steigerung zu den vergangenen Wochen bedeutete. Und wenn man dann beobachtet hatte, mit wie viel Geduld viele Angriffe ausgespielt wurden, erinnerte das an die erfolgreiche vergangene Saison, als die Magdeburger ob ihrer Ruhe selbst von sich überrascht waren.

Gegen Köln, das zwei Viertel lang Aggressivität hat vermissen lassen, dann aber vor allem Konterstärke bewies, funktionierten vor allem die Leistungsträger: Kuncz mit Ballgewinnen, Pässen und drei Toren zum Beispiel. Ilja Butikaschwili mit seiner Durchschlagskraft und Zweikampfstärke und vier Toren. Keeper Marco Schoder parierte vor allem zu Beginn des letzten Viertels dreimal prächtig, darunter einen Fünfmeter, das hielt die Mannschaft auf Kurs. "Auch Christian Schlanstedt hat ein sehr gutes Spiel gemacht", sagte Hagiu.

Das alles zauberte nicht nur WUM-Präsident Hans-Jürgen Rasehorn ein Lächeln ins Gesicht. Auch der Jubel war also zurück, aber er war nicht überschwänglich. Es war eben nur der erste Sieg, fünf Erfolge in den ausstehenden fünf Heimspielen sollen ja noch folgen. Hagiu sagt deshalb: "Wir haben noch viel Arbeit."

WUM: Schoder/Böer - Schlanstedt 3, Butikaschwili 4, Campianu 1, Papadileris, Stelzner, Bott, Wiese, Richter, Hagendorf, Haack Kuncz 3

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Der Traum vom Aufstieg ist "gar kein so großer Traum"
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