

von: Daniel Hübner, 01.11.2011
Gleich nach der Schlusssirene schlichen die Spieler wortlos aus der Halle in die Kabinen, dort hatte dann die Suche nach den Gründen für die Niederlage begonnen. Während Christopher Bott, der Kapitän, das 8:9 (3:2, 2:3, 1:3, 2:1) zum Saisonauftakt der WU Magdeburg in der Wasserball-Bundesliga (Gruppe B) gegen den SSV Esslingen an den vergebenen Chancen festmachte, fehlte Trainer Vlad Hagiu die Disziplin in allen Elementen. Und Center Ilia Butikaschwili konstatierte nüchtern: "Wir sind nicht eingespielt."
Worin sich allerdings alle einige waren: Unnötiger hätte die WUM vor knapp 350 Zuschauern in der heimischen Elbeschwimmhalle nicht verlieren können, nicht nach dieser 3:0-Führung, die sie bereits nach 3:56 Minuten herausgeworfen hatte. Butikaschwili bemängelte zurecht das schwache Überzahlspiel: "Das lag nicht mal bei 20 Prozent" hinsichtlich der Torausbeute. Zwölfmal war WUM im Angriff in der Übermacht. Nur zweimal nutzte das Team solche Situationen zum Torerfolg, weil es sich überhastete Pässe leistete oder am Keeper, an Latte und Pfosten scheiterte, 15-mal insgesamt - darunter bei beiden Fünfmeter-Chancen. Die Fehler in der Abwehr summierten sich außerdem. Und mangelnde Aggressivität war auch der Grund, weshalb der Gastgeber nach der Aufholjagd vom 5:8 zum 8:8 noch das neunte Gegentor kassierte.
Zu wenige Testspiele habe die WUM bestritten in der Vorbereitung, erklärte Butikaschwili. "Der Gegner hat eine Zonenverteidigung gespielt, damit haben wir ein Problem." Butikaschwili selbst traf nur einmal. "Wir haben bis zum 3:0 sehr gut gespielt und uns dann alles kaputt gemacht", resümierte Hagiu frustriert. "Klar, wir haben eine neue Mannschaft, aber in Magdeburg muss man solch ein Spiel gewinnen."
WUM: Böer/Schoder - Schlanstedt (1), Butikaschwili (1), Cimpianu, Papadileris, Kohnert, Kuncz (2), Stelzner (2), Dammbrück (1), Bott (1), Hagendorf, Haack
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